
Die Stadt sollte die Benutzungsgebühren für ihre Hafenanlagen erhöhen. Die Linken schlagen eine Anhebung um 15 Prozent vor.
von Norbert Hartfil
Nordenham – Die soziale Gerechtigkeit sollte aus Sicht der Linken das Maß aller Dinge bei der Haushaltsplanung der Stadt Nordenham sein. Die aus Astrid Ammermann und Thomas Bartsch bestehende Ratsfraktion sieht die Hauptschuld für die Finanznöte der Stadt in der Politik auf Bundes- und Landesebene. Die Selbstverwaltung und die Finanzkraft der Kommunen müssten gestärkt werden, um mehr „Demokratie vor Ort“ zu ermöglichen.
Die Linken habe einige Zusatzanträge und Änderungen für die Haushaltsberatungen des Finanzausschusses vorbereitet, der am Mittwoch, 8. Februar, ab 14 Uhr in Zimmer A des Rathausturmes tagt. Zur Finanzierung der Mehrausgaben auf ihrer Wunschliste schlägt die Fraktion vor, die Benutzungsgebühren für die städtischen Hafenanlagen um 15 Prozent anzuheben. Damit zielen Astrid Ammermann und Thomas Bartsch auf den RoRo-Anleger in Einswarden ab, über den Flugzeugbauteile aus dem benachbarten Werk der Premium Aerotec GmbH verschifft werden.
Ein wichtiger Ansatz ist für die Linken die Verbesserung des Radwegenetzes in Nordenham. Sie regen an, einen ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten zu berufen, der an den Fachausschusssitzungen des Rates teilnehmen sollte.
Wenn es nach den Linken ginge, wäre die Nutzung der Kindertagesstätten bald gratis. Angesichts der Finanznot der Stadt halten sie es vorerst allerdings für ausreichend, die Gebühren um 5 Prozent zu senken. Zudem sprechen sie sich dafür aus, in Kindertagesstätten und Schulen eine kostenlose Mittagsverpflegung aus „gesunden und regionalen Produkten“ anzubieten.
Astrid Ammermann und Thomas Bartsch unterstützen die Idee der Wählerinitiative Nordenham, einen Bürgerhaushalt einzurichten. Mit diesem Instrument ließe sich ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der „kommunalen Demokratie“ erreichen. Die Bewohner der Stadt Nordenham sollten die Möglichkeit bekommen, die Finanzpolitik mitzugestalten und über die Vorhaben zu entscheiden.
In der Diskussion über die Zukunft des maroden Hallenbads Nord in Einswarden vertreten die Linken die Auffassung, dass die Schwimmhalle erhalten und die im Haushalt von der Verwaltung vorgesehenen Gelder für Sanierungsmaßnahmen freigegeben werden sollten. Zudem verweisen die Linken darauf, dass die beabsichtigte Energieversorgung über die Biogasanlage in Grebswarden einen großen Vorteil für den künftigen Betrieb des Nordbades darstelle.
|
Die Preisträgerinnen und Preisträger Sie haben sich auf vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Feldern engagiert. Alle PreisträgerInnen haben erhebliche Folgen erdulden müssen. Sie wurden behindert, gemobbt, bedroht, finanziell geschädigt – bis hin zu Prozessen, Berufsverbot und Gefängnis. |
|||||||
| 1995 | Dr. Hermann Focke Leitender Veterinär aus Cloppenburg kämpft gegen quälende Tiertransporte |
||||||
| 1996 | Uwe Chrobrock Polizeibeamter aus Hamburg kämpft gegen unwürdige Behandlung von |
![]() |
|||||
| 1998 | Conrad Link Bayern für seinen Widerstand gegen Atomkraft |
![]() |
|||||
| 1999 | Dr. Erika Drees Stendal setzt sich gegen Menschenrechtsverletzungen |
![]() |
|||||
| 2000 | Axel Köhler-Schnura Düsseldorf ist weltweiter Leiter |
![]() |
|||||
| 2001 | Gregor Böckermann Frankfurt bekämpft die kapitalistische Globalisierung und |
![]() |
|||||
| 2002 | Bernhard Nolz Lehrer aus Siegen kämpft gegen Kriegseinsätze der USA - |
![]() |
|||||
| 2003 | Gertrud Becker Nordenham für 35 Jahre Kampf gegen die Vergiftungen (Blei/Zink, Radioaktivität) in ihrer Heimat. |
![]() |
|||||
| 2004 | Traute Kirsch (links) Beverungen und Susanne Kamien Lüchow für ihren jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraftwerke (in ihrer Heimat) . [mehr...] |
![]() |
![]() |
||||
| 2005 | José Bové Millau, Frankreich für seinen jahrzehntelangen Kampf für gesunde Lebensmittel und besonders für seine weltweiten Aktivitäten gegen Agrogentechnik [Rückblick] [Laudatio 2005 (PDF)] [Großes Foto] |
![]() |
|||||
| 2006 | Prof. Dr. Siegwart-Horst Günther St.Peter-Ording für seinen Einsatz zur Öffentlichmachung der Folgen von Munition aus abgereichertem Uran (depleted uranium, DU) im Irak und auf dem Balkan |
![]() |
|||||
| 2007 | Dr. Peter Binz Trier Er hat sich viele Jahre lang für Umweltgift-Geschädigte eingesetzt – gegen alle Angriffe von Wirtschaft, Behörden oder Kollegen. |
||||||
| 2008 | Friedrich Mülln München für seinen langjährigen mutigen Einsatz gegen Massentierhaltung und andere Tierquälereien. |
![]() |
|||||
|
2009 |
Jürgen Grässlin Freiburg Für 25 Jahre wagemutigen Widerstand gegen die deutsche Rüstungsindustrie. |
![]() |
|||||
| 2010 |
urgewald Anwalt für Umwelt und Menschen- rechte, Einsatz gegen Konzerne und Banken die Kredite für ungerechte und umweltschädliche Projekte vergeben. |
|
|||||
|
© Copyright Anne Solbach-Freise · Bodenwerder · 2001 – 2011· Aktualisiert am 27.09.2011 · Dieter Schmidt, Golmbach |
|||||||
Während meines vier-wöchigen Rehabilitationsaufenthaltes in der Rheumaklinik
Bad Wildungen, besuchte ich am 09. Februar 2012 das kommunalpolitische Kaffeekränzchen der Partei DIE LINKE – Ortsgruppe Bad Wildungen, in der Gaststätte “Kaiser Wilhelm”.
Für DIE LINKE sitzt Jens Lohrmann (auf dem rechten Bild ganz rechts) in der Stadtverordnetenversammlung in Bad Wildungen. An dem kommunalpolitischen Austausch nahm auch
die Vorsitzende Regina Preysing (auf dem rechten Bild links), des Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg der Linkspartei teil.
In Bad Wildungen habe ich einen angenehmen Aufenthalt in der Rheumaklinik, mit vielen interessanten Menschen (Patienten / Beschäftigten / Ärzten), die den täglichen Ablauf auf der einen und anderen Seite, mit individuellen gestalterischen Lebensvorstellungen auch noch bereichern.
Ein paar kurze Erläuterungen zu Bad Wildungen.
Im Jahre 1906 wurde die Stadt Nieder-Wildungen als Heilbad von europäischem Rang in Bad Wildungen umbenannt. 1940 erhielt Bad Wildungen das Prädikat „Preußisches Staatsbad”. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Hessisches Staatsbad.
Stichwort “Staatsbäder”
Staatsbäder sind Kurbetriebe im Besitz der deutschen Bundesländer. Viele Staatsbäder haben ihren Ursprung in der feudalistischen Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, als die Landesherren Heilquellen in Besitz nahmen und Badeeinrichtungen erbauen ließen. Diese Kureinrichtungen blieben bis heute in Landesbesitz. Die Kurorte tragen den Titel Staatsbad, doch tatsächlich in Staatsbesitz befinden sich nur einzelne Bereiche des Kurbetriebs, nicht aber die Orte selbst.
Der Staat zieht sich zunehmend aus seiner historischen
Zuständigkeit (Öffentlichen Daseinsvorsorge) zurück / Stichwort: Privatisierung!
Privatisierung ist Raub an öffentlicher Daseinsvorsorge
und Plünderung öffentlicher Kassen!
Immer mehr Bundesländer trennen sich von ihren Staatsbädern, durch Privatisierung der Kuranlagen. Zusätzlich zwingen neoliberale Gesundheitsreformen, die rückläufige Zahl der Kurverordnungen und die Finanz- u. Wirtschaftskrise die Bäder zu Umstrukturierungen. Um Verluste aus dem Kurbetrieb auszugleichen, versuchen sie, die Bereiche Wellness und Tourismus auszubauen.
Berlin (ots) – Wenn alles so bleibt, wird es schlimmer. Sich gegen das Vordringen des Nazi-Ungeistes nicht zu wehren, heißt, sich ihm zu ergeben. Dieser Überzeugung folgen die antifaschistischen Proteste in Dresden und anderswo. Sie sind etwas mehr als das offiziell zugelassene Unbehagen, etwas mehr als der gegen den Dresdner Naziaufmarsch zugestandene Menschenring um die Altstadt. Etwas mehr als die gerunzelte Stirn. Etwas mehr als das Gefühl, dass etwas getan werden müsste – wüsste man doch nur, was. Die Nazis zu blockieren, habe den Zulauf in die rechtsextremistische Szene in Deutschland noch nie gestoppt, wirft die Gewerkschaft der Polizei ein, klagend, dass die Beamten eine zutiefst verabscheute Bewegung schützen müssten. Die Polizei steht, martialisch wie hilflos, für dieses offizielle Unbehagen, das sich nicht entscheiden kann, gegen welchen Bürgerschreck es sich zuerst wenden soll, gegen den linken oder den rechten. Um das Recht zu schützen. Das Versammlungsrecht. Das Recht auch, Rassistenhass zu predigen. Nazis werden vor Blockaden nicht geschützt, sie werden hindurch gezwängt. Blockierer wurden bisher bekämpft, ausgespäht, noch Monate danach strafrechtlich verfolgt. Den Zulauf in die Naziszene können Blockaden tatsächlich nicht verhindern. Den Zulauf in eine Stadt schon. Alles Weitere brauchte etwas mehr als verschwiemelte Abscheu und eine Menschenkette ringsherum. Wenn keiner was tut, wird es schlimmer. Hass hat dann ein zu leichtes Spiel.
Pressekontakt:
Neues Deutschland Redaktion / CvD Telefon: 030/2978-1721